Jahrgang 1963

ungarische Wurzeln

lebt und arbeitet in Frankfurt am Main

 

Wichtige Lebens- und Schaffensorte:

Stuttgart-Norderney

 

Ausstellungstätigkeit seit 2006

 

Mitgliedschaft:

Bund Offenbacher Künstler e. V.

Frankfurter Künstlerclub e. V.

2015-2018 Atelierhaus e. V., Offenbach (Vorstand)

 

 

"Karin Rosemarie Bleser benutzt seit vielen Jahren die Technik von Polaroid für ihre Kunst. Oft entstehen Serien, bei denen sie sich mit einem Motiv oder einer Themengruppe intensiv auseinandersetzt. Die realen Vorbilder findet sie in ihrer unmittelbaren Umgebung. Ihre Aufmerksamkeit gilt dabei winzigen Details und versteckten Einzelheiten, die sie durch ihre Kunst in den Mittelpunkt rückt. Aufnahmen der heimischen Einrichtung oder Sichtachsen am Offenbacher Hafen erhalten durch Spiegelungen des abgelichteten Motivs zusätzliche Ebenen, die den Bildern weitere Facetten hinzufügen. Die Bilder erscheinen zart und melancholisch, gleichzeitig aber auch grob und rau, Karin Rosemarie Bleser hält die Balance zwischen Distanz und Nähe und verdichtet virtuos die Bildelemente zu geschlossenen Kompositionen. Dazu treten experimentelle Arbeitsschritte, bei denen sie chemische, mechanische und digitale Eingriffe an den Bildern vornimmt. Wenn die Sprache auf experimentelle Fotografie kommt, ist einer der wichtigen Referenzpunkte der amerikanische Künstler Man Ray, der wie kaum ein anderer neue Wege beschritten hat. Sein Einfluss auf zahllose nachfolgende Künstler zeigt sich besonders bei seinen experimentellen Arbeiten, die er als Rayographie bezeichnet hat. In dieser Tradition führt auch Karin Rosemarie Bleser eine eigene Wortschöpfung ein, die Polarscannographie.

 

Diese Wortkreation ist gut gewählt, der Begriff vereinigt die Worte Polaroid und Scan, wodurch sie auf wichtige Techniken in ihrer Arbeit hinweist.

Wortkreationen spielen aber noch eine andere Rolle im Werk von Karin Rosemarie Bleser.

 Ihre Lyrik fasst Eindrücke in Worte, nicht als eine Ergänzung zu den Bildern sondern als eine gleichwertige Kunstform, die sich mit den Bildern wechselseitig rückkoppelt. In der Schriftform schwingt die Anmutung der Bilder mit.

Bei Events, die eine Performance mit Lesung, Musik und Bildern beinhalten, zeigt sich ein Gesamtkunstwerk zwischen den Polen dieser Kunstformen."

Jens Lay, 2018

 

Karin Rosemarie Bleser schreibt seit ihrem 9. Lebensjahr Gedichte und Kurzgeschichten.

 

 

Vier ihrer Gedichte, der Nachtzyklus, wurden 2014 vertont und von international erfolgreichen Opern-Kammersängern bei Mannheim uraufgeführt, und u.a. auch in Moskau und Hanoi gespielt.

 

Neben dem Spiel mit Worten, sie bezeichnet es selbst als Wortkreationen, und ihrer Polaroid-Fotokunst engagiert sie sich in der feministischen Frauenarbeit.

 

 

"Mein künstlerisches Konzept besteht darin Dinge, die wir nicht (mehr) bewusst wahrnehmen in eine andere Realität zu transformieren und damit sichtbar zu machen.

Mein Blick richtet sich auf das Stille, Vergängliche, Melancholische im Leben. Nach anfänglichen Experimenten setzte ich die Polaroids gezielter Manipulation aus.. "

Karin Rosemarie Bleser

 

 

 

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